Category Archives: Lyrik und Kurzprosa

Inhalt – Lyrik und Kurzprosa

Der Weg

Vom Sternbild ferner
Sterblichkeit
kam dann Nikodemus  
und sind die großen Seelen 
klar
und alle Bilder 
wie belebt
am dritten Himmelstier
schaut man die Flur Elysion
noch fehlt die linke Hand zur Vier
und was verherrlicht
war am Abend
soll also blühen bis wir
gehen 
jenen gottgeliebten Weg

Für ein Leben

Der Urgott
sprach den Mut
der Weisheit den
Häusern der Brahmanen  
war die Kunde der Odem
von Norden
wahrlieb gepfercht ans Feuer  –
und jener Disput
sagt geht und baut nun
und seit gut
zum Vieh
vergeht euch nicht
an seinem Blut
denn was ihr seht allein
ist noch nicht rein genug
für ein Sein und ein Leben

Die Weltmaschine

Alles was die Weltmachine
warf ins Rad
die Wallfahrt zu Asura
und der Fleiß von
Indra
blieb erst aufgebahrt  am
Rauch –  und
dazu mal hundert eine  Speise
und leise fiel auf das Land
auch ein Wasser wie nie –
lag leer der Schorf
vom Feld der Erdenrest
Gebliebenes  der Welt  hat
eine Weise fern
zum dunklen Westen
fortgetragen

Vorzeichen

Nahm jetzt Mehl der Bäume von der Rinde reichte es den Zweigen die sich wie Hände  reckten vom Beet  sprach dabei eine Fabel aus den Erinnerungen vom nahen Herbst und mischte das mit dem Blut vom Aberkraut las als Vorzeichen daß sich Tiere nun dem Haus näherten und sendete nachts ein raues Salut um das Weiße eines Sterns der die Seelen derer reflektierte die zur rechten Zeit die Wünsche sprachen nach tieferem Leben   daß man zwar sah wie das Mädesüß  gedieh und es  doch mied zugleich aus Furcht vor aller Frucht und gab sich wiederum dem Ewigen preis und dem Kalten als könne man diese Räume   aus sich selbst erwärmen daß man aus Säumnis noch trostreich ein Gespräch versuchte mit den Vögeln vom Feld und daß man am Gesicht an der Textur dieser Tage  schon die Zyklen der nächsten Sonne berechnete dies alles blieb  erst ganz im Geheimen – passend zur Zeit.

In jener Zeit

In jener Zeit
dort im Bereich
von Jharkahand
haben Spott und alle
Namen die Substanz
den Ruch vom Leibe
ganz verfehlt  –
das Ziel der Quellbrunn
aller Kraft war zwar erkannt
und doch erschöpft zugleich
am Wesen  
nun  umkreist die Mittelwelt
ein Stern wie  fremd
dabei noch ferner als die Hand die
uns hält –
wir werden doch
an ihm gebannt
und sollen einst an ihm genesen

Einst

Einst flog hinaus
ein Falke aus dem Stein
dem Chorian entstammt
die Welt die als Keim
und Speise des Verstandes galt
und manches will nun höher sein
wie eine Feinheit des Alls 
 im Kleid des Herrn verfangen
wie Vögel auf dem Weg 
ihr Zweifel und ihr
Sinn galt ganz der Saat  –
dem Kind
dem Sohn des Vivavanth
ist in den Höhen die Welt
noch unerkannt  und fremd
sein Staat war dort
doch  dessen  Stimmen lang
vergangen

Ebenda

Ebenda wie Staub
trug man ans Ufer einen Wunsch
an die Natur
ein Leichnam ein  Asket
und im Astral ein Zweites
fragte nur
welche Nahrung erzeugt
dein Begehr ?
alle  sollen doch
vom Wasser haben
von den Höchsten so gewollt
und beeäugt die Ewigkeit
die niederrollt
das Meer dann soll
niemand ihm entsagen
was es so endlos lange hegt
in tief vertrauter
Wiederkehr

Als

Als nach  Stunden noch immer das Organ  von Innen einen mahlenden Schmerz erzeugte und  so die Zeit wie ungenutzt abfloss  und Bekümmernis das Einheitliche des Wetters begleitete daß man die Türen jetzt schon im Sommer geschlossen hielt und eine Lampe nach der anderen barst allein nur an der Dunkelheit  da  wußte man um die Pflicht die nun Festigung hieß oder Bestand halten  in diesem Haus ein Exil  und bestätigt  fand  man  was man von damals wenigstens ahnen mußte, nun,  da gar der Nachtschrecken  wieder auftrat und im unteren Stock ein Klopfen an die Scheiben oder sogar Gesichter am Glas zu befürchten waren und die Katzen mit wildem  Blick zu wissen vorgaben wer sich hier  vom  Jenseits her verbarg das Fell dabei gesträubt zu den Decken und Winkeln da gab man bald dem Schlaf nach in halbem Vergessen  wegen der Komplexität und der Schwere aller Sorgen oder unter der Erwartung jenes Bannes der einst angezeigt war in einem  Traum mit einem Dämon

Gestern

Gestern blieben die Himmel
verborgen unbegreiflich
still um drei dem Tier –
ihr selbst
seid des Todes da ihr
esst und einverleibt 
da zerriß schon die
Mitternacht bis morgen
streng der Schrei  und
Zorn ensteht vom 
Vaterhaus der kennt 
das Übermaß  folgt
Strafe dem Organ
bis sieben war schon alles geschehen
die Werke von Wochen
in Sünde vertan

Nicht sollst du

Nicht sollst du 
meinen daß dein
Gott gebunden sei
an Erz
Das Sündenhaus
die Welt in loco
und allerlei bewirkt daß ihr
verstockt seid an den höchsten Stätten
und Schmerz wird rein durch
Licht und Hitze 
da hätten sie gewirkt
wer an den Feuern war den acht
die Schüler 
über dem  Herrn
so klar und weit  ihr Ruf 
der Geist ist nun
befreit 
zur allerhöchsten Form erwacht