Category Archives: Lyrik und Kurzprosa

Inhalt – Lyrik und Kurzprosa

Gabe

Der Gabe mangelt
am Verstand
dem Lenker ist
ein Ding bekannt
das alle Leben bald
zum Feuer bringt
und naht mit Hast
was dreifach
aus dem Ring
der Stille brach
ist frei für mich geworden
ein Streben nach dem
Übermaß benannt
nach allem Niedergang

Daß die Zukunft

Da zogen viele aus mit Lichtern schon ein altes Wort sprach davon daß jenes tief wie inwendig sei aber einst in die Städte käme das Eigene und das Elektrische sich zusammenfügen würde hoch über der Luft um diese Zeit der kurzen Tage besonders und man sah auch Krähen die aus den Bäumen stiegen und aufgeschreckte Kreise zeichneten die Menschen so ein Stück begleiteten und ihren Zorn der wie ein Brand bald sich fraß durch die Straßen und Fassaden immer lauter wurde und heller durch alle Kerzen zusammengenommen einen Weg nach oben zeigte, daß die Zukunft ohne jene sei die sie jetzt noch schändlich unterdrückten

Die Spender

Die Spender der Gaben
sind entrückt jetzt vom Feld und
daß im Schlaf bald
eine Wolke war
die über allem Land
das Innen und den Sinn
vestellte will nun
verderben was
in Mühe über Jahre
in der Zeit geschaut
die Sorgen und
Tage
zum Gebet nun verdaut
was alles betrübt

Alles

Alles was lebendig ist
hat die Form
der Wärme und
ist im Namen
der Sonne gekonnt
das Rot das
wie ein Tier sich labt
an der Ferne hat
vom Wort her
eine ganze Welt
gehabt die endlich
fällt am tief gerückten
Horizont
zu ihrem Ende kommt

Als der Regen

Als der Regen einsetzte war zuletzt noch Platz für Gedanken um Häuser oder Klänge und Fragen nach jenen die dort starben daß man vielleicht in fremden Ländern leben müsse und was man dazu opfern könne den Sätzen die aus Angst geboren sind so daß man stand zur Nacht gewandt an Fenstern und um Zuversicht bat und sah bald drei Rehe am Haus des Jägers das nun ganz verlassen lag und dem Wetter preisgegeben schauten sich um wie die neuen Herren im Dorf das schlief um dann doch von allen ganz unbemerkt in den Wald einzutreten der Blick zum Dezember wie jedes Jahr eine Sorge um das Sein als solches.

Da sagte

Da sagte
Jama als er
lag vom Tod
umschlossen und
verborgen war
der Sinn sein Mund
ein Quell nun
so gehemmt das
Nichts den
inneren Ruf vergeben mag
kein Grund kann das
vernichten
was uns schuf
soll weiter sein
denn nach
dem Grab ist alles Leben