Category Archives: Lyrik und Kurzprosa

Inhalt – Lyrik und Kurzprosa

Eine Schwebung

Eine
Schwebung lag  im Dunst am
Weg und vom Land
das Himmelszelt war
separat geschaut
für deinen Zweck
ist mit dem Wasser
verloschen was von der Prophetie
am Vortag blieb
zum Kampf
nur dies als Wort
daß Kreuz und Klinge
das Wehe bestimmen die
Schmückung der Sinne
deine Quelle erlahmt
schon am Feind und
Tod um Tod!
und bald vertan
dein Widerstand dein Ach
am ersten  Ort
wie Ton
zerbrochen war

Im Dunkeln

Im Dunkeln
war die Kraft der Schatten
der Gläubigen gezählt
am Tag der Klee und
das Brauchtum
der Flügler oder
verhauchte Signale der
Durchgang der Erden am
stygischen Strom
damals hellauf –
nun sind die
Funken verlebt
kommen zum Grund
der Seelenmann lacht
in den Boden
und Donner macht
sich bereit
an den Zeiten fragt er nach
dem Grund für die
Furcht daß wir sind
bis zum Morgen

Kehrst aus des Todes Rachen

Kehrst aus des Todes Rachen
du zum Feuer
bleibt die Welt
doch stehn dir
Tschandala
und Ich der Mensch
in Vorzeit
ein Wesen das Gewässer
brauchte
Harn und Odem
für das Opferleben
daß ein Raub war am Schlaf und
Rauch und seit der Zeit
sind wir  vertrieben
daß wir dürsten jeden
Tag ist der
Welt
 zur tiefsten Schande
eingechrieben in ihr
welkes Buch

Werk

Da ist nur der Geist der die Welt durchstürmt  so sprach der E  und elend wer finstren Wahn nur hegt gegen das Land das nun trocken liegt und dem Menschen förderlich  das Pneuma das uns bindet an die Tiere  der Jammer wegen dem ungewohnten Ort zum Abstieg und die Meere und Seelen sogar als Zeugen für den  alten Meineid das Organische ist von ihm hervorgekommen und  auch alle Elemente nach  der Enstehung der Atmung man spricht nun von einem Mangel an Luft und einem Übermaß an Feuer und über die Erde und die Wahrheit  dem Mutterlande wuchs  dazu ein störrisches Kraut daß wir uns vornahmen  ihr Antlitz zu suchen in Jahren gemessen ein großes Werk der Befreiung begannen

Der Siebente

Der Siebente am
Leib der Engel
der verderbt ist
der herbe Geist
der Sämann der Form hat
in centro der Feste
der Himmel
den Feuerblitz gesand –
im Trauerhaus
was du erlernt hast vom Teufel
sollst du schreiben
und in den finstren
Brunnen
versenken bei Mond-
denn
bevor der Mensch
getroffen
siech und krank
das Wasser noch
dreimal segnet
wäre ohne Gewinn
sein jäher Tod
gewesen

Siegel

Eine  Klage der Stämme
der harte Nord hat
wie ein Sog
den Geist verteilt
über dem Raum
des irren Wahn
Vergänglichkeit liegt
gleich wie
das trockne Land nun hinter
uns als ein Änigma
als das Siegel
aller Siegel
und
zum Dach der Wetter soll
euer sterblicher Rest
gestiegen
die Welt schon ganz entbehrt
sein
vor den Jahren

Mit Kerkerhaft

Mit Kerkerhaft
ist die Welt
wo der Geist
den Ursprung
flieht
von jedem Fleck geläutert
doch nahm der Orcus
kalt deinen Mut
um die Frucht gebracht
am fremden Feld
mit Neid und Zorn
das Kleid
der bittren Erde
Kind
bleibst du nur Kreatur –
in Brand gesetzt
den anderen
zur rechten Zeit
die Flammen als Gabe zu
ihrer Nacht gereicht

Am Abend

Am Abend zog Feuchte an das Land die Vögel verbargen ihr Haupt verschwanden bald rätselhaft an ihren Schattenplätzen und eine Furcht kam auf bei nahendem Gewitter  an den Eisenteilen könnte man wohl kaum  entkommen heute hätten wir  sogar den Göttern geopfert aber der Glaube war irgendwann zu schwach und wir suchten unten an den Treppen einen Winkel ein totes Eck das unberührt bliebe von  jeder Elektrizität  und  hörten durch die Tür  in den  Gärten bald ein fremdes  Tosen  sahen den Regen aus ungewohnter  Richtung ängstigten uns  um First und Traufe auch weil wir den Wind im voraus bemaßen und stimmten bald Lieder an mit  hiesigen Geistern   einem sagte man nach daß er im Haus weilte  über die Zeit und die Menschen wache und manchmal Zeichen gab und wenn sich das schwere Wetter legte zwischen zwei Augenblicken im Spiegel  gesehen wurde von denen nur die hierfür die Sinne hatten dann wohl nach Draußen entschwand was man erkannte an den erstaunten  Augen einer Katze  und einem Schaudern  das sich  nur für einen Moment  in ihrem Fell abgebildet hatte

Es ist außerhalb der Welt

Es ist außerhalb
der Welt
ein Tau –
am fremden Feld
weht der
Februar noch rauh
und er weiß
um zwei Pfade
sind zur Geburt hier
der Erhalter
und sein Werk der Augen
wie die Bilder am
Väterweg und
das Kleid
ist nur gewirkt zum
Schein –
der zweite
Pfadt
verborgen
wie sein  Glanz
schaut doch  hindurch
zu unser’ m ersten  Sein
nach Gott

Das Langhaus

Das Langhaus
hat die Kubatur
von Palästen
und Feuer gehabt vor sechzig
Jahren die
Spuren der anderen
in den Stein hinein gefleht
und brüchig zu den Bergen
auch
um Erbarmen
den Äther der
vom Licht beraubt
uns spricht von Korrosion
um eine Verschlagung
gebeten
bis hierher
nach dem Wald hinein –
oh Vater
laß in diese Mauern Licht
und unser
Leben ganz ein einz’ges
Opfer sein