Category Archives: Lyrik und Kurzprosa

Inhalt – Lyrik und Kurzprosa

Gestern

Gestern blieben die Himmel
verborgen unbegreiflich
still um drei dem Tier –
ihr selbst
seid des Todes da ihr
esst und einverleibt 
da zerriß schon die
Mitternacht bis morgen
streng der Schrei  und
Zorn ensteht vom 
Vaterhaus der kennt 
das Übermaß  folgt
Strafe dem Organ
bis sieben war schon alles geschehen
die Werke von Wochen
in Sünde vertan

Nicht sollst du

Nicht sollst du 
meinen daß dein
Gott gebunden sei
an Erz
Das Sündenhaus
die Welt in loco
und allerlei bewirkt daß ihr
verstockt seid an den höchsten Stätten
und Schmerz wird rein durch
Licht und Hitze 
da hätten sie gewirkt
wer an den Feuern war den acht
die Schüler 
über dem  Herrn
so klar und weit  ihr Ruf 
der Geist ist nun
befreit 
zur allerhöchsten Form erwacht





Der Schafsgott

Am Berg der Schafsgott
und sein Volk
die Rufe der Tastsinn der Tiefen  
bei der Zitadelle Jey 
noch Krieg 
und  Zweites
Getrenntes und
heute nur  Trug die
Abkömmlinge der Despotie
der  sieben Engel  Schall
hat den Held  im Streit 
der bitter war
nur durch das  Wort
dann  fortgetragen 
an den  Ort  der Wonnen
dem Ich
das All so schwer wie nie ersonnen
zu allen Himmeln
wollten wir

 


Im Juli

Jemand stieg wohlan hinab in einen Nebenraum  an  diesem  Haus vermutete dort eine Person ging dann voran wohl seinem Stand gemäß aber andere traten zurück auf eine gewisse Art gebeugt  nach außen  am Sockel der nun sichtbar lag wegen einem Mangel der Pflanzen die dies Jahr nur stockend rankten nach unten licht und getrocknet schon im Keim  und Wochen danach lief man  fast schutzlos unterhalb der Gärten  die sich im unbegrenzten Horizont verloren um diese Zeit  berechnete  man das Kommende aus Warnungen und  Gesichtern der Wolken auch  bat man nun ab und an um Wasser und fand  so bald  den Weg zurück dorthin wo man spät nachts nur mittels Zeichen sprach wahrscheinlich  gar mit Toten bis in den Mauern erst zum Morgen sich alle Räume leerten und man schlief.

Aus den Blättern

 Aus den Blättern
 von innen
 geschnitten
 war neunmal von der Kraft
am Stamm 
was leben will muß
hinaus  in dies Feld
aus Geist gebaut mit
Saft vom  Kraut und Fett
ist eure Welt
und wer  aus Stolz den Husten pflegt
der soll zu den Sternen 
und ihre Zeichen lesen
soll vor dem Tod noch lernen
die Organe aus Licht
und ihren dreizehn Namen
 bald zu gleichen


Das Erbe

Durch die Schwere
und das Leben
mit Alaun 
war unser Erbe
bald  verborgen
doch sucht seinen Glanz im Grund
Zarvan Genius der Zeit und
Mund der Könige
die unbenannt verehrt
mit der Väterwelt entkamen
die  Schrift das Land
ihrer Lieder klang wie ein
Erbarmen das
uns spät  mit warmem Ton
bis heute fremd und
doch verwandt erscheint
weil wir selbst
es waren die da sangen
damals  feierlich vereint
noch fern vom Morgen


Erheb dich

Erheb dich
unser Vater hat
mit Rinderharn den Knaben
und  Papak das Prinzip der
Einheit  bedacht
wie schon
vom Erdenholler
die allegorische Gestalt
Urvan als Seele ist mit
Blitz und Wetter und Gewalt
für uns
zum Beweis gegeben
zurückgestellt
hinter den Mensch
und den Ort
dieser  Welt ist das
Eigentliche das  man  Leben
heißt

Die Menge

Sah, daß die Menge über einen  prägnanten Willen verfügte der aber keinerlei Richtung kannte so daß sie immerzu grundlos zusammenzukommen schien nur weil es  Plätze gab, die einen vagen Grund versprachen auf dem man hoffte stehen zu können  wo aber unauffindbar  blieb was man sich erdachte so daß es zu keinen Ergebnissen kam oder keinerlei Erfolg und die Abkehr hiervon bei wenigen von Geburt schon geplant und hinzukommend die Empfindlichkeit der Sinne gegenüber  ihrem  Tag und die Scham daß man von diesen Vorgängen nicht unterschieden sein könne von einem gedachten Auge gar als niedrig entlarvt würde weil kein Versteck und keine Flucht möglich ist  die einzige Gelegenheit sich  zu verbergen hieße   unbekannt in eben  dieser Menge aufzugehen.

Die Worte die vier

Serum und Sehnen
der Körper der Jäger
in den acht und zehn Höllen zu
wandelloser Wirklichkeit der
Qual verbracht  –
sind in die  reinen Länder  
die Worte hinein
gesagt die vier
und verloren vom Tal
nichts was sich erhöbe
es ist der höchste Ort bereits
wo Mensches Wunsch  nicht möglich
sei zu stillen
und jemand gezeugt war
nach anderem Willen
als Kind aus der Gier


Todeszeichen

Daß man auf einer Katze reitet
dem Königsgeist die rote Burg 
 zum  Todeszeichen
übergab
und die Furcht der Glanz durch Hören
Oh Kind der Welt den acht Pisaci  
verloren war und  so
befreit die schwarze Candala  
die Masse /
sie lodert wie der Wind
vergangener Tat die Summe
aller Hitze ist das Gold
so erreicht der  Tote das
Nichts  das  er gewollt  hat
als sein Ziel