Category Archives: Lyrik und Kurzprosa

Inhalt – Lyrik und Kurzprosa

Unerkannt

Furcht und Zorn
der Feinde
sind drei mal jetzt
am Tor daß Rik und Saman
vom Wunder
sagen
die Ruhe der Schlüssel
zum Ohr der Pflanzen
war sanft zuvor der
Morgen
ein Geisterland
die grüne Hand zum Frieden
vergeblich nun
und tief verborgen
sind wir noch unerkannt
im Wind

Jetzt

Jetzt schau umher
wer Andacht hält
und das Pflichtgemäße tat
sind die im
Bunde
Trost und Rat vergeben
ein Stoff der
Himmel riß heraus
was nicht erlischt der Welt
der Ätherhauch
bewirkt die
Schichten und die Art
bald neu sind wir versöhnt
mit unseren
unbekanntes Leben

Gebunden zur Welt

Von dir ist all dies
gebunden zur Welt
und du hast gemacht
daß sich Schau allein
gefällt im Hier
und als man
eine Andacht las
und lachte
umfing
weil man die Wünsche und
Worte zur Übung erst sprach
was hundert Jahre
Trübung war
uns vierfach die Kraft
die einst ganz unbemerkt
verloren ging

In der Zeit

Damals suchten Seelenqualitäten ihr Recht oder Haus und fanden sich als Mensch an einer Straße als ein Symbol in der Zeit und zur Entfernung dann später viel größer unter den Routen der Flugzeuge jedoch so noch der Wirrnis und Willkür des Lebens anheim und für Jahre aber dieserart befestigt und diesen Sommer da sah man einen Engel nur kurz und einen Hund der auch von dort kam und man sagte sich mindestens innerlich frei und hörte bald darauf von einer Geschichte daß man eine Alte (weit im Osten nun) einfach ablud vor ihrem Haus die Treppe hätte sie nicht mehr nehmen können bei der Hitze darf man zudem nur einen Tag liegen dort tot und unbestritten daß sich die Wege fügen könnten über Leben oder Räume oder Worte hinweg sich etwas ganz neues formen mag bis hin zum Eingang dieses Satzes.

Soll mich verbinden

Iss meinen Leib
die nachtgeborene Frucht
und Ungemach der Tat
soll mich verbinden
mit jenem Geschlecht das
Gleichmut wie das Schwert vertrat –
und von der Welt zurecht
um teuren Rat verworfen
ist wie helle Asche
Airavata
Menschenfürst
ein Dichter sagt dort
bis zur Sternenschar
sei noch ein Licht
und nur einTag

Daure der Leib

Daure der Leib
dann alleinsam im Strom
neben dir
nun fleckenlos
das was schon
im dumpfen Traum
an Klarheit war
ist Sinn und Schall geworden
und dann Raum –
unentschieden ist der Geist
vom Anfang bis zur
reifen Tat
will ein Bad im Weltenschaum
muß schließlich
untergehen in seiner Art

Vom Dasein

Nimm vom
Dasein
und lebhaft am Leib und
dem Tode so das Leiden –
wieso ich bin das kam allein
durch Durst
ist Wesens Bindung alle Munde
weiß von Göttern kündet
Zeit
denn seit dem Jahr ist
alles Leben
der höchsten
Stunde nur geweiht
und webt am Thron

Jetzt

Daß jetzt regenvoll der Strom und alle Wolken sind und man schon am Tag für jene die gestrauchelt waren an den Steinen ein Vergessen übte das trat ganz zurück man träumte stattdessen von einem Trakt der noch unentdeckt war und tröstlich zugleich für ein anderes Dasein und dort war ein Gang mit Möglichkeiten vielleicht für eine ganze Welt und nur über das Meer ist höchste Gefahr und dazu kommt noch seltener der Vaterzwist daß man zurecht erwachen will und sich wieder fügt in die Stunden und einmal der Gedanke wenn man fährt über die Wege man könnte in Wahrheit viel größer sein und riesenhaft unsichtbar liegen in der Landschaft und so bemessen daß man die Plätze an denen man je lebte auf diese Art verbinde

Die Sinnendinge

hatte Fragen nach den
Sinnendingen gestellt
die Wagen der Welt aber
fuhren teilnahmlos am Ton
und man sprach nun bald
verzweigt davon daß es zu
spät war dann
am Wort und Tau.
man sah auf
Natha war jetzt ganz
aus Holz und Stein
besprach mit reinem Licht
die Erde und
das Sein an sich wie rauh
es werde und die Pflicht
die sagt gebäre in der Seele
einen Sohn

Der Wesenkenner

der Verstreuung Einhalt
tat der Weise in seiner
Stille ledig
des Glücks
dann vomWandel zum All
und über die Monde zurück .
hat man gesagt daß
wieder der
Wesenkenner Waju sprach
daß man den Händen nahm
was Saat geworden und
das rechte Maß
abhanden kam
und in das karge Land
verbannt der Seelen
ihr Geschick