Category Archives: Lyrik und Kurzprosa

Inhalt – Lyrik und Kurzprosa

Die Meister

Die Meister sprachen von
Wagen von Schiffen Töpferei
und plötzlicher Regen
daß mir die Lieder
versagten 
 und die Fragen
von den Hügeln 
die Körbe mit Erde
wie die Oberen
kommen hinab
bis zum Tod –
am späten Tag ist
das was entstand nun
in sich selbst verflossen
dann gehen die Frommen voran in
den Brand um zu nichten
und gegossen aus Licht
ist die Grabschrift wie
ihr letztes und erstes
bald neues Gesicht

 

Man kann Rauch bereiten

Man kann Rauch bereiten
von  Athos
dem Keuchen
den Zeichen der Lunge
oder der Tod kommt zuvor
mit Öl und Schlaf
und Traubenklein
im Hinterland –
da gäbe es ein Gericht
mit Gebein und Hirn der
Hasen
ausgetrieben sind
nicht Furcht nicht Spott
aber die Nöte des Leibes
und schenkt der Wettergott
dir Licht und … hilft dies trotzdem nicht
so ist dein Königreich
zu fern

 

Kala hat

Kala hat
der ganzen Welt entsagt im Gebet
mit der tückischen Lehre
der bittren Knechtschaft
die Sinne ergrimmt
 hat dem Würgeengel
Knabenkraut und Bertram
was liefert besser Theriak und
grobe Dämpfe zum Kopf
geschickt –
die Attoniti essen den
Schaum der Seelen
morgen ist der beste Tag
zum Gericht
und wir: sprechen dem Meister
noch die Huld
das Joch des Herrn sei  ein
mildes doch bleibt das nicht
denn  zehn Jahre nur sind
 wegen der Schuld noch bis
zum Sturm

 

Sank

Sank ihm so aus dem Arm, ging ganz von der Hand, fiel oder eher  glitt dabei zum Boden der mit den kleinen Kacheln  und lag, drehte sich, machte keinerlei Anstalten, schluckte Feuchtes in der anderen Position,  wurde wohl auch kleiner dabei, geriet weiter in Bewegung, begann im Wässrigen zu treiben und dann ganz davonzuschwimmen,  passiv, als hätte er sich nunmehr völlig aufgegeben, geriet  in einen Spalt vom Abfluss, worauf man den Deckel von diesem so schnell es ging öffnete, aber nicht ohne Schraube und Unterlegscheibe mit Bedacht auf die Seite zu legen zur späteren Verwendung, sah nun daß jener bereits vollständig und nicht mehr erreichbar  durch den Anschluß zur Kanalisation entschwunden war.

 

Der Krieg

Der Krieg
die Sentenz vom Kult
der Esel
und  die Messer
und den
Kindern der  Zorn
 in Kälte mit
Honigwasser und Milch vom Hund
bei Nacht
gekocht
und anderntags den Kranken
abgelassen
so war es Sitte und Mauerkraut
dem Vater
wenn er weint
nur äußerlich vom Sud
dies  las man als Rezept
der Weise
hemme allen Sinn und
im gestillten Ich allein  
ist  Mut
für unsere  arme Zeit

 

Was flüchtig wird

Trocken weist
der Mensch auf das Jahr
das Dorf steht am
Rand der bekannten Welt
und manchmal
kommt es zur Gefahr
am Abend schreit jemand
am sonst  lautlosen Wald
und blau senkt sich das Wetter zum Feld
weil
Stein und Zink der Häuser
ausgestanzt
wie die Gedanken an
den Winter sind
ist heute kein Kind mehr
vor den Mauern
so reden wir
in Klarheit und
bedauern was flüchtig wird
am ersten Wind

 

Im Begehr

Er wies nach Osten
Zweifel an
ein Blühen  im Begehr
und  das Gebot
der Färber und armenische Erde
hat Sauerdorn und Pech vom
Vieh dann drei Lot Rosen
zum Tag unrein
was taubengleiche Einfalt bringt
bis zum Harn
der Quell
die Wünsche alt
und ungetan uns hinterlassen –
die Welt für sich
ist wie ein Tier
das leben will
und uns verschlingt

 

Am Herbst

Manche gruben tief an den Häusern oder richteten sich ein mit Maschinen/ die Frauen selten nur sichtbar offenbar bekümmert um sich selbst um die Erscheinung was ein allgemeines Sehnen verriet und die Frage nach der Einlösung am Herbst man hat sie zurückgestellt  wie alle Fragen und zählt nun Bäume oder was noch sonst am Rand der Wiesen blieb /daß jetzt eine große Ruhe herrscht kommt der Melodie zugute die nun von den Feldern herüberweht wenn man nur richtig hören lernte /die Dächer wollten  gar versuchen zu sehen  verhalten sich fast still nur der Wind bricht sich da und ruft an ihren Kanten ruft an gegen die Fronten, das große himmelweite Außen das sich ja ewig fortsetzt einer  unbestimmbaren Gewalt gleich die sich entzieht und doch einfließt lauernd und uns nährt benannt  ist noch vor den Hügeln in Nachbarschaft als das All.

 

Die Zeit der Pferde

Die  Zeit der Pferde
das Opfertum an den Stangen
und die man in die
Messer warf
zeigten eine  Richtung
versprachen den
anderen mitten
im Blut und nach den
Meilen der thrakischen Wälder
das Gold –
die Dichtheit der Erde sei nun
rot gemischt
hatten Decebal
und Sabinus noch
als sie das Siegel der Götter
besprachen zum Himmel
gerichtet gesagt:
bald sind wir mit Merkur frei
über dem Land 
 für unser hellstes Werk

 

Vom Bild


Vom Bild des Mars ist
vulkanisch die Acht auf die
Himmelswaage gezeichnet die
auf das Land zeigt
an den Pforten  sind
Drachen und Schatten und
rötlich die Säfte –
im Fleisch rubela oder
Gedanken an
den Kult der Bluter als
das Heiligtum der Hunde
im Jahrtausend mit Kupfer
bald zerbrach
an seinen Vergehen –
denn seit dem Kampf mit
den  Fürsten der Welt
sagten sie sich frei von
den Seuchen genesen
bald aller bekannten Gestalt