Category Archives: Lyrik und Kurzprosa

Inhalt – Lyrik und Kurzprosa

Vom Größten

Vom Größten
einer Körperwelt
fällt bedeutsam nun ein
Schatten der
schenkt den matten
Menschen Bilder
und die Nacken der
thrakischen Rosse waren
hochgemut geschmückt
mit dem Silber
ihrer Herren
man hatte dem was
fern ist stets gedacht
und zwar gebückt nun vor der
schrecklichen Nacht
ist man bereit
zum unsichtbaren Krieg

Nun

Nun sprach man von den
Samen und den
fünf Farben der Kraft
und den Narben derer die
bald sterben und
was man in
Ätherhöhen schuf
rief der Vogel
Pikta aus
daß er schnell
am Schopf
der Welt entflog
war klug erdacht
wie alles nun hier unten
nur die Erben einer Macht
die bloß gediehen war
am Trug

Die hundert Jahre

Die hundert Jahre
sind genug der
Vielheit der Welt
denn wie die Vier zerfällt
war etwas neues geworden
war zum Reich Mittanni
im Norden
dem Boden entsprungen
Sikila selbst der Herr –
wer nicht weiß
daß nun
vermessen wird am Brand
bald das Land verwüstet ist
und jedes Glück
in andere fremde Zeit verbannt
ist seiner Zuversicht
nicht wert

Denn aus dem Osten

Denn aus dem Osten trachtete bald unverhofft ein Tier nach den Leben der Schwachen und ähnliches wußte man schon aus alter Zeit dort hieß es schon über die Geburt das man weinte und schrie als als man diesen unheimlichen Wohnsitz nur sah die Philospohen nämlich sprachen so daß es ein alter Beschluß der Götter sei und weiter nichts erklärt ist nicht vor und nach diesem Jahr daß man nur zum Gebet rief und die Wege leerte oder sich fragte nach den Nächsten und ihren Spuren vielleicht nur in der Milde der Luft oder im Gras der anderen Zeit aber für heute verlasse vorerst ein jeder nun sein Haus in der Art als käme er vielleicht niemals dorthin zurück.

Die Kreatur

Darum ist die Kreatur
ein Feind
weil sie vom Ursprung
nicht zu nehmen meint
den Bäumen –
weil sie
zweitens
dem Gedenken
der Tiere entbehrt und
zum Dritten
die Qualität nicht ehrt
jener Erde –
wie soll so dann
gelesen sein im Quell
daß aus Schein ein wahres Leben werde
und wer genesen will
sich schießlich
allem Kreatürlichen
entleere

Zur Blutung


Zur Blutung
bei den Häusern
lasen wir daß
am Wald der Trank
vom Bart der Pflanzen gewesen
und der Meier im Grunde bereits
genesen war mit
Berle und Gamander
das eigene Leben
bald aneinander gereiht
in schwerem Gelände
und andere lachten
und reichten die Hände
zur Tat oder zum Ende
der eigenen Zeit

Im Wind verborgen

Im Wind verborgen der Mund
und zu groß
für einen Hund
der Pflanzen fand und
Bitterkeit und Sorgen teilte
war in den Stunden
ein Geist am Kraut
und Gras der eilte
aus dem
toten Fleisch nur ein Leben
von Grund auf zu
gebären daß wir es
halten und ernähren
wollen bis es ganz
im Sein ergraut

Der Wind

In den Fluren nun im Sturm das nahe Tosen aber ohne die Möglichkeit den Fenstern zu entkommen und den Fragen nach der Unversehrtheit die Furcht daß ein ganz Übergeordnetes alles was fein tariert war in einem Schlag entreißen könne die Vögel indes schienen es zu nehmen wie ein Spiel aber mit der Dunkelheit wenn es grimmig weht und kaum Schutz ist bei den Hecken und man tiefer dem Rauschen lauscht findet man doch irgendwann den Schlaf und Tage danach wie zu neuem Sein erwacht an einer Kerze wie zum Dank aufgestellt versengte ein Insekt seinen Flügel ließ sich befreien vom Wachs aber starb nach einem Tag an eben dieser Stelle und wurde darauf tot in den Wind geworfen der noch immer heftig ging und damit sagen wollte daß er am Ende doch alles bestimmt

Die Wahrheit

Indem die Wahrheit
in blinde Nacht gelangt
sprach ganz recht vom
Sinn Widschara –
übergab
der Mensch das seine
dem Fluß
widerstand den
Dämonen
dem Stoff und jähen Blitz –
und dann: am späten Tag noch
fanden wir
Freundschaft und
ob Thron ob Gift
was kommen mag
ist schließlich außerhalb der Zeit
der Grund zu unser allerlei
Geschick

Die Natur

Die Natur der Orte
ihr Licht und die Worte
daß zur Gewißheit die
Berge brennen von der
Saat der Wagen
die glühen
hinab in den Grund und Wiedertod –
dem Mund
sind nun die Gaben genommen und
das Rot ist von der Sonne bestimmt
dem Himmel geben
die Vögel die Besten
was morgen zerinnt
ist gerade begonnen
verleit im Westen den Sieg und
bleibt doch die Zeiten
verborgen
im Wind