Category Archives: Lyrik und Kurzprosa

Inhalt – Lyrik und Kurzprosa

Wir

Wir stehen am Rand
sprechen nachts
an den Sternen
von Kalpa
dem Tage Brahmas
die Höchsten haben
die Saat gelegt und
dies Äonen entschieden
wissen um den Lauf –
die Weisen und
ihre Taten
scheiden
die Dinge vom
Einen
kommen  uns näher
als noch
in den Jahren
der wütenden Bitte

Man dachte

Man dachte man sei
aber
kam jeden Frühling dem Tod
etwas näher
als Mensch
und der Ursprung
des Atems
brach am Feld
wo das Wort war
schütter  in die Senke derJahre
gelegt
daß man kaum
hörte
wie Kali sagte ich bin die Zeit
aber die es verstanden
schauderten
wegen dem Ungewissen
zum neuen Morgen

Geschichte

Am Haus entlang sind Stiegen und  Eisen wegen dem Wetter man hatte nicht bedacht daß die Kehre zum Jahr zerschlagen könnte was man sicher wähnte die Vögel lebten  in den harschen Wochen danach  in den verbliebenen Bäumen  und Schleier senkten sich hinab  und gleichzeitig war eine Beschleunigung und als stünde etwas im Raum das  größer war als man selbst aber eher vordergründig da es  in der eigenen Macht zu stehen schien daß plötzliche Angst die Glieder faßt und wieder losläßt und jemand sagte siehe da kommt noch zagend das Neue mit Macht und alles ist selbst gewählt und man läßt es doch nicht zu wir  geben uns nicht weit genug die Hand und stoßen nie durch zum Sein weil wir  nur  wie Schatten sind

Der Gott wollt

Suchte im Organ
holistisch oben
lachte dem Verlust
ins Gesicht
wie  ein Wagnis
mit dem Tod und seitdem
spucken von West
die Wetter unentwegt
in die Mauern
der Gott wollt
uns gar das Häuslein
zerschlagen da wachte das 
Dämonenvolk
am Zaun und hielts
zurück
bauten aus Gold
die ganze Welt neu
für den Sohn

Der Ort

Der Ort  rauh und
fünf Wochen
Essenz in Tibet war
unbekannt verbrannt
hellicht
Solowjew und die
Theokratie beinah
zur Hölle gegangen
dass die Archonten die
über uns wachen
mit Lügen
eine ganze Welt
geschaffen hatten
und  die Menschheit dazu
die dies nicht merken sollte
war da schon bekannt

Februargedicht

Das WInterfett die Rinde
Windbruch und Weißes vom Dach
zum März sind wir
baumkalt und geschlagen
dass manche ihre Lungen
in die Himmel geben wollten
oder der Quell
dies Ding der Seele
stockte
daß wir schon ganz anders
lebten an den
Fragen und Farben war klar
trüb ist nur der Morgen
uns hindert allein noch
der letzte Frost
zur Tat

Im Flur

Im Flur unten den Schritt drosseln oder gar nicht umschauen das geht vorbei an den offenen Türen oder auch  den schwarzen Mäulern die ab und an einen Menschen spucken da  ist sogar Gefahr dass es  Alarm auslöst  dass man schaut an den Ausgängen und hier wirkt endlich alles abgeschieden die Welt und das ganze dort Draußen das bleibt da ohne Interesse ausgelagert geteilt vom Sein wie eine Geographie verlassener Möglichkeit eigentlich die Freiheit in ihrer urächlichen Anschauung aber so undurchlässig (auch das Glas) dass ein Schritt oder ein Klang eher schreckt wie ein fremdes Gesicht und ein luzides Wort innen oder sogar wie hie und da  die Freiwilligkeit des Ablebens mancher

Das Wehe

Es war am Tag der
Blätter
als die Krähen ihre Wege schnitten
in die Luft
und bald den
Schmuck der Väter ließen
und sie riefen
ein Wehe so laut
daß niemand 
in all der Bedrückung
die wie Eisen wirkte
sagen konnte ob
überhaupt  eine  Zukunft
sei
die anderen aber sangen
und sie sangen unentwegt
ich aber hörte sie  nicht mehr

Gefahr

Das Wasser
hat auf der Strecke
die Menschen an den
Rand gezwungen
wo die Gefahr
noch höher war als
am Feld und
die Kiefern brachen
und ein Donnern hub
an von Süd um sechs
und die sonst ohne Schrecken
waren liefen bald
in die Straßen
um im Sturm
ein Haus zu errichten
so wetterschwer
von all den Dekaden