Category Archives: Lyrik und Kurzprosa

Inhalt – Lyrik und Kurzprosa

Von der Erde

Von der Erde
erhaben und leer
ist der Leib
daß alle sagen
der Schatten
bleibt dem Tag
zur Last der
ein Viertel hat vom Ich
und wer
dem strengen Willen folgt
die Töne kennt
aus denen Welt kommt
die versöhnt der spricht
den Satz der heilt
woran der Leib gebricht
und ihn erhellt

Davon

Der Sohn hat an
der Sonne von den Drei
genug gelebt daß
keiner sprach vom Tag
der blieb und noch verhangen war
vom Wind
dem Vogel der
zum Wetter gezogen
und geheim tat mit
den Stimmen am Wald
sind sie
voran wie blind
bald schon
für immer davon
zum Herbst gefahren

Zur Gegenwart

Daß es nun seit den Wochen nur Regen gab war der Sache geschuldet daß man zu lange die Dürre beschworen hatte und daß aber nun die Stauden und Blätter Mühe zeigten anzureden gegen das Wetter war nicht einmal von Übel denn von anders her kam eine neue falsche Klage und ein Klang wie eine Frage wie man eingehen solle in den Raum und seine Wahrheit sein Geheimnis wenn niemand von der Zukunft her die Gegenwart betrachtet als wäre sie bereits vergangen für Taten oder Zweifel selbst an der Zeit und daß man sich also einzurichten hätte am Unbestimmten am Beginn aller Herkunft oder Wasser

Die Wirkung

Die Wirkung selbst und
erdenreich die Säfte
sind zum Gebet
wie Honig nun
dem Sommer hingetan
und im Geist gebannt
ist Schaum vom Kampf
und dreifach
lachte dann um
Gut und Gold vergeben
sind die Kräfte
nun gerissen aus der
Bahn der Sonne und ihr
angestammtes Leben


Trug sie noch

Trug sie noch zu dieser Stunde in das höchste Gras und der Herzschlag ging schnell wie das Zittern der Blätter der Pappel an der Grenze sprach ihr einen Satz zum Abschied schaute auf die Spuren und sagte du wirst so nicht mehr lange haben und morgen soll Regen kommen er schütze dich im Tod und auch die anderen und manche liefen noch im Kreis weil der Wille nicht gebrochen aber der Körper innen schon zerissen war und wenige lagen ausgestreckt mit dem Kopf nach oben wie zum Gruß und so redete ich ihm dem Verursacher selber bald ein Wort ins Ohr vom Frieden daß er schlief so sanft wie man es vorher nie gesehen hatte daß Hoffnung war er könne morgen endlich Schonung geben

Trat aus

Auf den Sturm trat aus
was atmet zu
den Sonnen
kommt herein
vom Werk
aus Wind und Raum
geronnen sind
die Gluten jener Zeit
und an den Bäumen
die erst wachsen müssen
die noch warten
sind unsre Taten
längst gereift
sind alter Traum und
doch bereit