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Inhalt – Lyrik und Kurzprosa

Die Zwei

Man sah jetzt die zwei die verhielten sich neu und bis dahin suchte man seit Tagen nach einer Katze die mühte sich zur Nacht auf schwachen Sehnen aber konnte zur Brüstung fast allein vielleicht ist die Gefahr am Fallrohr zu groß wer will aber diesen Weg bis zum Schluß empor wo gerade jetzt dort Wespen kreisen denn da hatte sich Wasser gesammelt und Blattzeug vom Jahr wohl anders dachten die Jungen die hiervon nichts wußten unbeschrieben waren vom Namen her und nachtfarben geboren und sprachen in Stimmen die ihnen selbst noch fremd vorkommen mußten aber wurden schon im Schlaf vertraut mit ihrer Zukunft, ihrem ganzen Sein und sogar aller kommenden Gefahr.

Gestatte

Gestatte dem
wer sprechen mag
kein zweites
Tal kennt
dein Gesicht
und diese Wege sind es
nicht allein die heilen
denn hierfür ist
Knochen Harn
und Milch und
dreifach Wärme
und aus der Ferne
nur ein Kind zur Qual
was ruft die Zeit
herbei in Eile daß
bald geborgen wird
was uns gebricht


Die Fügung

Sahen Begriffe und Orte
und den Überfluss
der Zeit
den Worten von Wölfen
und Schlangen verleiht
ein alter Lehrsatz feste Form
und Fügung
so daß
die Schärfe
den Händen übergeht
zum Ohr und
da sprach man
oh Vernichter
begleite unseren Weg
sei Richter
für die Welt
und bedenke unseren Zorn

Unerkannt

Furcht und Zorn
der Feinde
sind drei mal jetzt
am Tor daß Rik und Saman
vom Wunder
sagen
die Ruhe der Schlüssel
zum Ohr der Pflanzen
war sanft zuvor der
Morgen
ein Geisterland
die grüne Hand zum Frieden
vergeblich nun
und tief verborgen
sind wir noch unerkannt
im Wind

Jetzt

Jetzt schau umher
wer Andacht hält
und das Pflichtgemäße tat
sind die im
Bunde
Trost und Rat vergeben
ein Stoff der
Himmel riß heraus
was nicht erlischt der Welt
der Ätherhauch
bewirkt die
Schichten und die Art
bald neu sind wir versöhnt
mit unseren
unbekanntes Leben

Gebunden zur Welt

Von dir ist all dies
gebunden zur Welt
und du hast gemacht
daß sich Schau allein
gefällt im Hier
und als man
eine Andacht las
und lachte
umfing
weil man die Wünsche und
Worte zur Übung erst sprach
was hundert Jahre
Trübung war
uns vierfach die Kraft
die einst ganz unbemerkt
verloren ging

In der Zeit

Damals suchten Seelenqualitäten ihr Recht oder Haus und fanden sich als Mensch an einer Straße als ein Symbol in der Zeit und zur Entfernung dann später viel größer unter den Routen der Flugzeuge jedoch so noch der Wirrnis und Willkür des Lebens anheim und für Jahre aber dieserart befestigt und diesen Sommer da sah man einen Engel nur kurz und einen Hund der auch von dort kam und man sagte sich mindestens innerlich frei und hörte bald darauf von einer Geschichte daß man eine Alte (weit im Osten nun) einfach ablud vor ihrem Haus die Treppe hätte sie nicht mehr nehmen können bei der Hitze darf man zudem nur einen Tag liegen dort tot und unbestritten daß sich die Wege fügen könnten über Leben oder Räume oder Worte hinweg sich etwas ganz neues formen mag bis hin zum Eingang dieses Satzes.

Soll mich verbinden

Iss meinen Leib
die nachtgeborene Frucht
und Ungemach der Tat
soll mich verbinden
mit jenem Geschlecht das
Gleichmut wie das Schwert vertrat –
und von der Welt zurecht
um teuren Rat verworfen
ist wie helle Asche
Airavata
Menschenfürst
ein Dichter sagt dort
bis zur Sternenschar
sei noch ein Licht
und nur einTag

Daure der Leib

Daure der Leib
dann alleinsam im Strom
neben dir
nun fleckenlos
das was schon
im dumpfen Traum
an Klarheit war
ist Sinn und Schall geworden
und dann Raum –
unentschieden ist der Geist
vom Anfang bis zur
reifen Tat
will ein Bad im Weltenschaum
muß schließlich
untergehen in seiner Art