All posts by michael-schaffer

Welten

Dann leuchten Welten
unserem Tag der neues
am Jahr bewirken
soll und
taucht in Sonne volle
Stimme sagt uns wahr
erklimme so
die Zeit
der Trieb vom Denken
weilt am Hort und
unbenannt dann eilt sein Wesen
wir lesen nun den Wochen
immerfort zum Ende
soll sich alles
Wahre hinbewegen

Damit das All

Damit das All und Ich
sich bilden in die
Feinheit ganz hinein
die Bitte und die Spende
dieser Ort soll so
gewogen sein daß
alle Namen schwinden bald
und Salz was
war wird Stein
von da soll
immer wieder Zukunft werden
wenn alle sich in Erden
winden
sieht man uns schweben
und allein

Atharwan

Atharwan du
hast Gewässer und
vom Ort und
Gipfel drei belegt
daß gut bemessen
unser Leben dahin geht
wie Wünsche an das Rot
das Tal wo
Wahrheit selbst verborgen
vielfach lag
aus Seelen Glut und
Gott der frei und
daher unbenannt
den Welten sei
zu aller Freude hinbewegt

Das wahrhaftige Leben

Fichte sagt: “Das wahrhaftige Leben lebet in dem Unveränderlichen; es ist daher weder eines Abbruches noch eines Zuwachses fähig, eben so wenig als das Unveränderliche selber, in welchem es lebet, eines solchen Abbruches oder Zuwachses fähig ist. Es ist in jedem Augenblicke ganz ; – das höchste Leben, welches überhaupt möglich ist, – und bleibt notwendig in aller Ewigkeit, was er in jedem Augenblick ist. Das Scheinleben lebet nur in dem veränderlichen, und bleibet darum in keinen zwei sich folgenden Augenblicken sich selber gleich; jeder künftige Moment verschlinget und verzehrt den vorhergegangenen; und so wird das Scheinleben zu einem ununterbrochenen Sterben, und lebt nur sterbend, und im Sterben.”

Der Zuwachs ist im Ermöglichen und Verstetigen des Unveränderlichen. Das meint den Begriff der Ganzheit (im Sinne auch einer Heilung, durchaus einer Heilung vom Sterben): Das künstlich und veränderliche, außen Erworbene abzugleichen oder anzunähern mit dem Wahren und Zeitlosen – das von Innen her ist – oder es ganz abzulegen, abzuscheiden, weil es dem Ganzen nicht zukommt und entsprechen mag, sondern in die andere, falsche Richtung schaut (was heißt, daß die Seele die ihr übergegliederten Inhalte in ein Weltsein expliziert). Dies heißt auch, daß das wahre – oder ewige – Leben nicht als zeitlich disponiert und zukünftig zu erreichen gedacht werden soll, sondern vielmehr eine unendliche Immanenz bedacht werden muß, die als ein Immer-Hier-Sein ist, und daher nur dieses eine Sein (das Sein selbst) bleibt und als das avisiert werden soll, das hinter allem steht und in alles hineinscheint, und das in seinem Hiersein und ‘seinem Schein’ zu intensivieren ist in dem Sinne, daß man seine ‘Geographie’ erkennt und ausfüllt – dies auch in seiner Vielheit. Das heißt im Konkreten, daß eine stetig-immanente Überschreitung zu tätigen ist – nämlich des begrenzenden Alltag-Seins zu einem Sein, das über die ganze Inkarnation hinaus nach dem Kernstück der Person schaut, das eben jenseits des Wandels und Sterbens residierend die Eigentlichkeit und ontische Gesteigertheit eines ganz erhöhten, dem Diesseits erst unbekannten, nur weit verwandten Daseins meint.

Liebe und Mitte

Fichte sagt: “Offenbare mir, was du wahrhaftig liebst, was du mit deinem ganzen Sehnen suchest und anstrebest, wenn du den wahren Genuß deiner selbst zu finden hoffest, und du hast mir dadurch dein Leben gedeutet. Was du liebest, das lebest du. Diese angegebene Liebe eben ist dein Leben, und die Wurzel, der Sitz, der Mittelpunkt deines Lebens. Alle übrigen Regungen in dir sind Leben, nur, in wie fern sie sich nach diesem einzigen Mittelpunkte hinrichten. Daß vielen Menschen es nicht leicht werden dürfte auf die vorgelegene Frage zu antworten, indem sie gar nicht wissen, was sie lieben, beweiset nur, daß diese eigentlich nichts lieben, und eben darum auch nicht leben, weil sie nicht lieben.”

Meister Eckhart sagt: “Wer den Vater anbeten will, der muß sich mit seinem Begehren und seiner Zuversicht in die Ewigkeit versetzen. Es gibt ein oberstes Teil der Seele, das steht erhaben über die Zeit und weiß nichts von der Zeit noch vom Leibe, Alles, was je geschah vor tausend Jahren, der Tag, der vor tausend Jahren war, der ist in der Ewigkeit nicht entfernter als der Zeitpunkt, in dem ich eben jetzt stehe.”

Und dies ist die Mitte und der Sitz des Seins des Lebens, und hiermit soll man sich ganz verbinden, und hierin allein ist auch die Liebe. Alle Liebe, die in das Biographische einwächst, ist Abkunft, ist Explikation der Mitte, die mit sich selber resoniert im Objekt, aber mit einer Richtungsweisung zum (einzigen) Subjekt – das alles ist – (dem Wesen nach Liebe meint) versehen ist.

So auch kann Augustinus sagen: ‘Liebst du Gott, dann wirst du göttlich.”

Dies soll jedoch nicht theistisch verstanden werden, denn in der theistischen Trennung der ontischen Einheit ist die Liebe abgegeben. Die Liebe soll aber bei einem selbst verbleiben und unser eigenes Wesen werden und so anderes – man kann sagen: das Außen – in sich aufnehmen. Niemand wird die Liebe ergänzen oder empfangen außer der, der ins (einzige) Sein hineinwächst, das sich selber seinem Wesen näher kommt.

Anderes Sein

Fichte sagt: “Das Sein – als Sein, und bleibend Sein, keineswegs aber etwa aufgebend seinen absoluten Charakter, und mit dem Dasein sich Vermengend und Vermischend, soll dasein. Es muß darum, von dem Dasein, unterschieden, und demselben entgegengesetzt werden; und zwar, – da außer dem absoluten Sein schlechthin nichts anderes ist, als sein Dasein, – diese Unterscheidung, und diese Entgegensetzung muß – In dem Dasein selber – vorkommen; welches, deutlicher ausgesprochen, folgendes heißen wird: das Dasein muß sich selber als bloßes Dasein, fassen, erkennen und bilden, und muß, Sich selber gegenüber, ein absolutes Sein setzen, und bilden, Dessen bloßes Dasein eben es selbst sei: es muß, durch Sein Sein, einem Anderen absoluten Dasein gegenüber, sich vernichten; was eben den Charakter des bloßen Bildes, der Vorstellung, oder des Bewußtseins des Seins, gibt; wie Sie dieses alles, gerade also, schon in der obigen Erörterung des Ist, gefunden haben. Und so leuchtet es denn, falls wir nur die aufgegebenen Gedanken vollzogen haben, ein, daß das – Dasein des Seins – notwendig ein – Selbstbewußtsein seiner (des Daseins) selbst, als bloßen Bildes, von dem absolut in sich selber seienden Sein, sein – Müsse, und gar nichts anderes sein könne.”

Meister Eckhart sagt: “Die Seele muß geläutert werden und subtil gemacht in dem Licht (der Weisheit) und in der Gnade und völlig abgeschieden und abgeschält werden, was Fremdes an der Seele ist, (ja sogar) auch ein Teil von dem, was sie selbst ist. Ich habe es schon öfter gesagt: Die Seele muß so ganz entblößt werden von allem dem, was (ihrem reinen Sein) zugefallen ist, und so lauter emporgetragen werden und wieder einfließen in dem Sohne, wie sie in ihm ausgeflossen ist. Denn der Vater hat die Seele in dem Sohne geschaffen. Darum muß sie ebenso entblößt in ihm wieder einfließen, wie sie in ihm ausgeflossen ist.”

Religiösität und Totalität

Fichte sagt: “Die Religion ist nicht bloßes andächtiges Träumen, sagte ich: die Religion ist überhaupt nicht ein für sich bestehendes Geschäft, das man abgesondert von andern Geschäften, etwa in gewissen Tagen und Stunden treiben könnte; sondern sie ist der innere Geist, der alles unser, übrigens seinen Weg ununterbrochen fortsetzendes, Denken und Handeln, durchdringt, belebt, und in sich eintaucht. – Daß das göttliche Leben und Walten wirklich in uns lebe, ist unabtrennlich von der Religion, sagte ich. Doch kommt es dabei, wie es nach dem unter dem dritten Standpunkte gesagten scheinen möchte, keineswegs an, auf die Sphäre, in welcher man handelt. Wen seine Erkenntnis zu den Objekten der höheren Moralität erhebt, dieser wird freilich, falls ihn die Religion ergreift, in dieser Sphäre leben und handeln, weil diese sein eigentümlicher Beruf ist. Wer einen niedern hat, dem wird selbst dies niedre durch die Religion geheiliget; und erhält durch sie, wenn auch nicht das Materiale, dennoch die Form, der höhern Moralität; zu welcher nichts mehr gehört, als daß man ein Geschäft als den Willen Gottes an uns, und in uns, erkenne, und liebe. So jemand in diesem Glauben sein Feld bestellt, oder das unscheinbarste Handgewerbe mit Treue treibt, so ist dieser höher und seliger, als ob jemand, falls dies möglich wäre, ohne diesen Glauben, die Menschheit, auf Jahrtausende hinaus, beglückseligte.”

Diese Worte sagen, es gibt zuletzt kein Außen außerhalb des Religiösen, da das Religiöse eher eine Bezeichnung meint für das Streben oder Tun, was das Sein im Wesen einer Totalität abzubilden gewillt ist. Das moralisch höchste Gute ist hier noch freilich im Widerstreit, und je höher das Bewußtsein, desto amoralischer und areligiöser erscheint die Welt – auch die Massenreligionen sind zuletzt in dem Sinne Signum der Areligiösität, als sie den Gedanken der immanenten spirituellen Durchwirkung durch das Konzept vermeintlich getrennter oder verschiedener Seinsbereiche konterkarieren. Nur ist die Welt nicht Alles (nicht alles Explizierte) – sie ist nur Bild, Aspekt der Sphäre des Einen in einer spezifischen Gebrochenheit und Selbstentfernung. Das Spezifische liegt dabei in der Übersetzung der uns eigenen Physiologie, die wiederum schon Übersetzung zur Übersetzung ist. Dies meint auch, daß die Apriorie der Physiologie viele Formen zugleich für verschiedene Perzeptionen avisieren kann. Tatsächlich gibt es ungenannte, ungeahnte weitere Bilder, die höher (und tiefer) stehen als unsere von hier besehene und bekannte weltliche Warte – und das Bewußtsein verortet sich seinem Stand gemäß in vielen Bildern und Welten. Erkenntnis (-Streben) über das Bild hinaus zum eigentlichen Wesen der Welt und des Selbst, dies heißt demnach Religiösität. Und moralisches Streben meint die Konsequenz aus der Erkenntnis der eigenen Rolle in einem Gesamtbild, das aus den verschiedenen Bildern entstammt, um die Fragmente zur Summe der Verbundenheit zu komplettieren und zu überhöhen.

Willen, Nichtung

Fichte sagt: “Diesen seinen eigentümlichen Anteil am übersinnlichen Sein kann nun keiner sich erdenken, oder aus einer andern Wahrheit durch Schlüsse ableiten, oder, von einem andern Individuum sich bekannt machen lassen, indem dieser Anteil durchaus keinem andern Individuum bekannt zu sein vermag, sondern, er muß ihn unmittelbar in sich selber finden; auch wird er dies notwendig ganz von selbst, sobald er nur allen eigenen Willen, und alle eignen Zwecke aufgegeben, und rein sich vernichtet hat.

Geht sie (die eigentümliche höhere Bestimmung) auf, so ergreift sie ihn mit unaussprechlicher Liebe, und mit dem reinsten Wohlgefallen; sie, diese seine ihm eigentümliche Bestimmung, ergreift ihn ganz, und eignet sich an alles sein Leben. Und so ist es denn der allererste Akt der höhern Moralität, welcher auch unausbleiblich, wenn nur der eigne Wille aufgegeben ist, sich findet, daß der Mensch seine, ihm eigentümliche, Bestimmung ergreife, und durchaus nichts anderes sein wolle, als dasjenige, was er, und nur Er, sein kann, was Er, und nur Er, zufolge seiner höhern Natur, d.i. des Göttlichen in ihm, sein soll: kurz, daß er eben gar nichts wolle, als das, was er, recht im grunde, wirklich will. Wie könnte denn ein solcher jemals mit Unlust etwas tun, da er nimmermehr etwas anderes tut, als dasjenige, woran er die höchste Lust hat. Was ich oben von dem natürlichen Talente sagte, gilt noch weit mehr von der, durch vollendete Freiheit erzeugten, Tugend; denn diese Tugend ist die höchste Genialität, sie ist unmittelbar das Walten des Genius, d. h. derjenigen Gestalt, welche das göttliche Wesen in unserer Individualität angenommen. Dagegen ist das Streben, etwas anderes sein zu wollen, als das, wozu man bestimmt ist, so erhaben und groß auch dieses andere erscheinen möge, die höchste Unmoralität, und aller der Zwang, den man sich dabei antut, und alle die Unlust, die man darüber erduldet, sind selbst Empörungen gegen die uns warnende göttliche Ordnung, und Auflehnungen unseres Willens gegen den seinigen. Was ist es denn, das diesen, durch unsre Natur uns nicht aufgegebenen Zweck, gesetzt hat, außer der eigne Wille, die eigne Wahl, die eigne, sich selbst die Ehre gebende, Weisheit? wir sind also weit davon entfernt, den eignen Willen aufgegeben zu haben.”

Nur der Mensch, der mit den höheren Gesetzen, die in ihm abbildbar sind, in Einklang kommt, kann seinem Sein nach wirklich existieren und somit gut leben. Gibt der Mensch den eigenen, auf die Welt gerichteten Willen auf, ist er somit nicht ohne Willen. Aber er gibt Raum dem Willen zum einheitsstiftenden und sich rückexplizierenden Prinzip, und dies im Alltäglichen wie im Gestalterischen (oder Ästhetischen). Es ist zuletzt ein höheres Wünschen und Wollen, es ist somit als der Wille der oberen Seele zu sich selbst (als geistiges Ens) zu nennen. Im Neuplatonischen meint dies die Versicherung der oberen Seelenqualität als die nousspärische (Selbst-) Präsenz.
Ist der Mensch aber im Widerstreit mit diesem in ihm seinem Stand gemäß wirkenden und fordernden Prinzip, ist ihm sein Leben – auch wenn er es mit Vehemenz betreibt – in allem schwer und widerspenstig, ist wie ein Weg durch starre Hindernisse oder schweres Gelände, nichts kommt ihm wirklich zu, alles bereitet Schmerz und Furcht und Widerstand, der freilich ein Widerstand des eigentlichen inneren Willens gegen den künstlichen, außengeleiteten Willen ist. Da die innere Stimme die eigentliche Erfordernis der Seele immer kennt, ist sie die Richtungsweisung, die alle Distraktion des Selbst mit dem Alltags-Ich aufzeigt und auszuräumen gewillt ist.

Welt zum Mirakel

Jim Holt: “Für Edward Frenkel sind mathematische Strukturen ‘Objekte der Realität’; sie sind genauso real wie irgendetwas anderes in der physischen oder mentalen Welt. Überdies sind sie keine Produkte des menschlichen Geistes, sondern existieren zeitlos in einem eigenen platonischen Reich und warten darauf, von Mathematikern entdeckt zu werden.
Die Überzegung, daß Mathematik eine Realität besitzt, die über den menschlichen Geist hinausgeht, ist unter ihren Praktizierenden nicht ungewöhnlich; das gilt besonders für die Großen unter ihnen, wie Frenkel und Langlands, Sir Roger Penrose und Kurt Gödel. Sie erwächst aus der Art und Weise, wie sich unerwartet seltsame Muster und Ähnlichkeiten herausschälen und auf etwas Verborgenes und Geheimnisvolles hindeuten. Wer hat diese Muster dort hingestellt? Es sieht wirklich nicht so aus, als seien wir es gewesen.
Das Problem mit der platonischen Sichtweise der Mathematik – eines, das Frenkel in geheimnistuerischer Manier niemals wirklich als Problem erkennt – ist, daß sie mathematische Erkenntnisse zu einem Mirakel macht. Wenn die Objekte der Mathematik getrennt von uns in einem platonischen Himmel existieren, der die physische Welt von Raum und Zeit übersteigt, wie kommt der menschliche Geist dann in Kontakt mit ihnen und erfährt etwas über ihre Eigenschaften und Beziehungen? Verfügen Mathematiker über extrasensorische Wahrnehmung? Das Problem mit dem Platonismus sei, so der Philosoph Hilary Putnam, ‘daß er rundheraus inkompatibel mit der einfachen Tatsache scheint, daß wir mit unseren Gehirnen denken und nicht mit unsterblichen Seelen.’ “

Hierzu soll gesagt werden: Der Mathematiker verfügt durchaus nicht in Besonderem über eine Extrasensorik, aber er zwingt oder imaginiert durch die Arbeit mit der Zahl als grundlegende Bestimmung zum Dasein ihrer inneren logischen Struktur nach die zuvorderst unbekannte (und transzendierende!) Gesetzmäßigkeit in den Erkenntnisraum unserer Hiesigkeit, unserer Existenz. (In diesem Kontext sprach Sloterdijk einmal passend von einer ‘Einwanderung von oben’). Auch der Künstler geht (idealiter) derart vor, daß er seinem Ingenium nach einer höheren Grundlegung Platz gibt und auf alle intentionale Erwartung oder Planung verzichtet: Denn so offenbart auch ihm sich Unerwartetes, das eben oberhalb und höherrangig der bekannten Planbarkeit ins Diesseits gleichsam ‘gezwungen’ werden kann. Für dies Prinzip in der Mathematik sei zum Beispiel Einstein erwähnt, dessen Berechnungen das Wesen von Raum und Zeit gegen alle aposteriorische Rationalität proklamierte, wozu dann die Bestätigung später tatsächlich empirisch erbracht wurde. Nicht also die platonische Sichtweise macht die mathematischen Erkenntnisse zum Mirakel, vielmehr machen die mathematischen Erkenntnise die Welt zum Mirakel, weil sie unabdingbar die Welt als höhergestaltig darstellen, indem sie die ihr eigene Meta-Natur aus nur ausreichend konsequenter logischer Herleitung im Sinne des Wortes erscheinen lassen und diese Natur als unumstößlich darstellen oder beweisen. Als anderes Beispiel seien quantenphysikalische Erkenntnisse erwähnt: Sie gerade können die illusionäre Verknüpfung von Subjekt und Objekt aufzeigen, die innere Verbindung von natura naturans und natura naturata , also der Tatsache der Schaffung der als so real besehenen Welt durch Mitwirkung aus dem Subjekt durch Perzeption und Gedanklichem, was einem Nachweis nicht zuletzt der platonischen Lehre von der Weltseele, durch die alles lebt und weben soll, gleichkommen kann. In diesem Sinne erübrigt sich auch die fälschlicherweise gestellte Frage, wie der Mathematiker eine Verbindung zum Höheren herstellt, denn diese Frage negiert völlig den Einheitsgedanken samt seiner sich selber bedingenden Durchwirkungen zwischen den hypostasierten Bereichen einer (monistischen) Existenz.

Leuchten

Sie strahlte in der Art einer Sonne von der man sagte sie wäre vom Himmel gekommen und zum Menschen geworden im Mai und bald schien alles in solches Licht gesetzt und kamen an ein Zimmer und einer merkte das und sagte daß es Zeit sei für das Leben der Reinen und die gute Zukunft und so alles passen soll von der Größe der Erwählten her und so ging man aus der Nacht ins Licht in ihr Licht das wie ein hellster Schatten immer bei einem war vor allem nachts im Schlaf wenn man rief was sie freilich dieser Art nicht wußte höchstens daß sie es ahnen konnte weil dahinter ein Ewiges stand dem keiner je entkommt aber hierin unaussprechlich bleibt von einem unerkanntem Leuchten