„Subatomare Teilchen existieren nach alledem nicht als die fundamentalen Bausteine aller materiellen Dinge und alles physikalischen Geschehens in der Welt. Bei den verschiedenen Teilchenbegriffen der Physik handelt es sich um effektive Konzepte, die unterschiedlichen Stufen der Wirklichkeitsbeschreibung entsprechen und von denen vermutlich keines fundamental ist. Die philosophische Diskussion dieser Einsicht hat noch kaum begonnen.“ (Brigitte Falkenburg)
Wo aber die Physik zur Welterklärung (vorerst) innehält, da gerade soll die Philosophie einsetzen können, sie mag sich in wegweisender Spekulation ergehen oder bereits vorgedachten Konzepten und Traditionen folgen, die eine – nun auf den gegenwärtigen Stand übertragbare – Nicht-Substanzialität der gewordenen Welt proklamieren. An dieser Stelle etwa mit dem Immaterialismus Berkeleys:
„ ‚Esse est percipi‘ (Sein ist Wahrgenommenwerden)
Für Berkeley ist die Existenz von Dingen untrennbar mit ihrer Wahrnehmung verbunden. Ein physikalisches Objekt existiert nur deshalb, weil es von einem bewussten Geist (einem Subjekt) wahrgenommen wird. Wenn wir einen Apfel betrachten, nehmen wir seine Farbe, Form, Süße und Härte wahr. Diese Eigenschaften sind für Berkeley jedoch reine Sinneseindrücke (Ideen) in unserem Bewusstsein. Der Apfel ist nichts anderes als die Summe dieser Wahrnehmungen – es gibt keinen ‘materiellen Kern’ dahinter, der diese Eigenschaften trägt.“ (Quelle:KI)
„Wenn Dinge nur existieren, wenn sie wahrgenommen werden, müsste ein Baum im Wald aufhören zu existieren, sobald niemand hinsieht.“ (Quelle:KI)
Alles aber existiert in objektivierter Ansichtigkeit nur in Interdepenzen des Wahrnehmens. Schaut kein menschlicher Betrachter auf den Baum, existiert er weiterhin, aber er wird eben so aufgenommen, wie mögliche andere Gattungen, andere lebende Entitäten ihn sehen. Sieht ihn aber absolut niemand, besteht er indes für sich, nun – radikal objektiviert – als Ding an Sich, und so aber nur als Subjekt in und für sich selbst. Das heißt: Was unerkannt ist, das residiert auf (uns) unerkannte Art. Die unerkannte Art ist die Art und Weise der unattributierten Existenz, die schließlich nur im Subjekt selbst verweilt, was ein Mysterium meint, das aus sich selber sprechen muß. Und die Frage schließt sich hier an, ob ein Baum überhaupt aus sich selbst zur Wahrnehmung über sich selbst befähigt sein kann. Meine Antwort hierzu lautet: Bewußtsein ist Istheit aus der Einsheit – die Istheit indes kann niemals nicht sein, und dies in keiner Entität.