In Relationen

“Der Strukturrealismus zieht die Konsequenz aus der Tatsache, daß in der Allgemeinen Relativitätstheorie (und der Quantenmechanik) keine intrinsisch individuierten Gegenstände vorkommen, also weder Gegenstände mit primitiver Identität noch solche, die durch intrinsische qualitative Eigenschaften individuiert sind.”
“Im Besonderen können nach dieser von Esfeld und Lam als moderater Strukturrealismus bezeichneten Position Raumzeitpunkte in der Allgemeinen Relativitätstheorie nicht unabhängig von der Metrik individuiert werden, sie besitzen keine intrinsischen Eigenschaften, die über die Instantiierung metrischer Relationen hinausgehen; auf der anderen Seite aber können die metrischen Relationen nicht ohne ihre Relata, die Raumzeitpunkte, existieren. Esfeld und Lam haben diese Position kürzlich zu einem moderaten ontischen Strukturrealismus modifiziert, nach der die ontische Unterscheidung von Eigenschaften und Relationen auf der einen und Objekten auf der anderen Seite hinfällig werden soll. Nach dieser Sicht stellen beispielsweise metrische Relationen die Art und Weise dar, in der Raumzeitpunkte existeren – die Notwendigkeit, sie mit Hilfe dieser Relationen zu ‘konstruieren’, würde dann entfallen.” (Andreas Bartels)


Alles ist Relation.
Dies bietet die Assoziation zum Thema der Synchronizität. Alles ist in der Raummetrik verknüpft und ist dabei auch sie selbst, da es ausschließlich sich zu sich selber verhaltende Relata gibt, die zugleich die Metrik wie auch Raumzeitpunkte konstituieren (ja sind). Man denke hier an Gedanken aus dem Buddhistischen zur Illusion des Raumes durch Beziehungen, die sich gegenseitig stützen und bedingen. “Alles greift ineinander. Wenn sich eine Bedingung ändert, ändert sich das ganze Resultat.”. “Im Buddhismus entsteht alles durch ein Netz aus Bedingungen und Ursachen. Nichts existiert für sich allein oder hat einen festen, unabhängigen Kern.” (Quelle: KI) Die einzelnen Raumzeitpunkte und Objekte sind zwar objektiv zugegen, jedoch handelt es sich ‘lediglich’ um eine Ansicht der totalen Korrelation von allem mit allem als einziger substanzieller Daseinsheit aus einem Einzigen. Dies erklärt auch die uneinsehbare Kausalität der Synchronizität: Sie ist eben Schema und ‘tätige Bewegtheit’ einer umfassenden Metrik,und bei weitem nicht Vorgang der Person (allein), die sie wahrnimmt. Die Wahrnehmung basiert vielmehr auf einer Ver-Ichlichung einer Komplexität, die so nicht dem Ich als Isoliertes gehört oder zukommt.
Ebenfalls aber scheint seelische Gravität im einzelnen Ens in der Lage, Kausalitäten zu formen. Schwerkraft, Gravitation korelliert dann wörtlich mit der (feinstofflichen) Gravitationskraft einer Person. Die Relata sind eben nicht einfach gleichberechtigt! Hierzu eine passende Äußerung von Albertus Magnus : “…fand ich, daß (wirklich) die Emotionalität (affectio) der menschlichen Seele die Hauptwurzel all dieser” (synchronistischen) “Dinge ist, sei es entweder, daß sie wegen ihrer großen Emotion ihren Körper und andere Dinge, wonach sie tendiert, verändert, oder daß ihr, wegen ihrer Würde, die anderen, niedrigeren Dinge untertan sind,”

Plotin: “Die denkende Wirksamkeit des Geistes ist das Wirklichsein des Seienden.”

Oder: Je wirklicher der Mensch wird, desto wirksamer ist seine allverbundene und allverbindende Realität als Eines.