Walter Russell: “Der Geist denkt. Denken ist die vorstellende Kraft, welche die Idee des wissenden Geistes in die Erscheinungswelt vieler Ideen abtrennt und ihnen Form gibt.
Denken ist elektrisch. Ein Körper ist elektrisch. Mein elektrischer Körper ist eine sich ständig bewegende Aufzeichnung Meines sich ständig wandelnden Denkens.
Das elektrische Denken gehorcht der schöpferischen Vorstellungskraft und unterteilt die im Licht des Einen Wesens vorgestellte Idee in die Erscheinungsform vieler vorgestellter Ideen und gibt ihnen vorgestellte Formen, als wären sie viele Wesen.”
So sind diese Formen und Individualitäten alle ein Wesen, das interagiert, und ihr Außen ist dabei als Welt wie ihr eigenes Ansichtig-Sein illusionär, vielmehr ist alles ein interaktives Bild des einen Gedankens. Die Synchronizität etwa – also die Koinzidenz zweier prinzipiell lebensweltlich akausaler Ereignisse – bietet Einblick in diese höhere Dimension, zerreißt gleichsam den Schleier dieser Illusion, da sie ihre Verortung aus einer metaphysischen Interaktionsebene besonders ansichtig werden läßt. Die Realität als Lebenswelt ist dabei offenbar von psychischer oder feinstofflicher Grund- oder Metastruktur, und so sind ihre uns konkreten Erscheinungen von unsichtbarer, innerer, überindividueller Kohärenz. Die Synchronizität besagt Gewahrwerdung hierüber zwar in einem Individuum – und eben nicht erklärbar aus dem Individuum heraus – , aber dies geschieht eben im Feld der Zusammenkunft seiner Verbundenheit einer Meta-Kausalität des ontisch Höherrangigen.
Individualität und Interdependenz sind in niederer Wahrnehmungsstufe, im Höheren bewirkt Eines die Zusammenhänge als Gleichzeitigkeit, die selbst im Weltlichen diesem Momentum gehorchen – und sei es in der Bindekraft der Seele eines Einzelnen angesichts (s)eines Außen. Freilich ist es noch weit, solcherlei tieferen Zusammenhänge evident und nachvollziehbar kartographieren zu können.
Werner Heisenberg sagt: “Wenn man aber auf die ganz großen Zusammenhänge stößt, die schließlich in der Axiomatik fixiert werden… erscheint vor unserem geistigen Auge auf einmal ein Zusammenhang, der auch ohne uns schon immer dagewesen und der ganz offensichtlich nicht von Menschen gemacht ist. Solche Zusammenhänge sind doch wohl der eigentliche Inhalt unserer Wissenschaft.”