Walther Russell: “Die Welle ist die Grundlage von Gottes schöpferischem Ausdruck.
Mithilfe von Lichtwellen drückt Gott Seine beiden Wünsche aus. Es kann nichts einfacheres geben als das Wellenprinzip des gleichwertigen Gebens und Zurückgebens zu dem Zweck, das Geben und Zurückgeben zu wiederholen. Die Komplexität liegt nur in der Vervielfachung der Einfachheit. Das Prinzip, daß zwei mal zwei vier ergibt, ist einfach, aber das selbe Prinzip gilt, wenn sie 5648 mit 4872 multiplizieren. Sie haben nichts anderes getan, als die Idee der Komplexität zu erschaffen, indem Sie die Einfachheit vervielfacht haben. Das ändert aber in keiner Weise das einfache Prinzip.
Wenn Sie lernen, im Sinne der Welle zu denken, werden Sie feststellen, daß sie in einer anderen Welt leben. Je besser Sie die Lichtwelle kennen, die Gottes Denken aufzeichnet, umso mehr werden Sie in der Lage sein, mit Ihm zu denken. Je mehr Sie mit Gott denken, umso mehr werden Sie wissen, denn Gott ist alles Wissen, und Sein Wissen wird Ihr Wissen sein.”
So vervielfältigt sich auch ursächliche Kausalität, – es ist nur eine erstbewegte – und ihre Vielfache korrelieren entsprechend komplex. Sie werden in der Synchronizität als Verbundenheit aus dem Ursprung in dessen Explikation erkennbar. Oder: Synchronizität ist durch Gewahrwerdung von Verbundenheiten aus einer Meta-Kausalität im Meta-Ens, nun durch die raumzeitliche Reduktion.
Volkmann-Schluck: “Die Denkweise der Seele als uneigentliches Sein des Geistes…, ihre Denktätigkeit als abbildhafter Nachvollzug des Inneseins des Gedachten im Nous.”
Denken heißt hier auch ein Sein im Bild hervorbringen. Denken konstituiert Sein und ist Sein. Aber Denken und Sein kommen erst zusammen in der Überschreitung der weltlichen physiologischen Perzeption: das denkende Sein als gedankliches Sein – und das denkende Sein als ein Sein als solches, wo das Gedankliche eben zum vollziehenden, wahrlich lebensvolleren Seinszustand selbst wird.
Das eigentliche Sein des Geistes ist nicht gedanklicher Nachvollzug, sondern gelebtes Gedanken-Sein als Sein selbst.