Unser Realismus

“…es könnte doch zumindst theoretisch so sein, daß wir zwar mit Hilfe der idealistischen Geistmetaphysik wissen können, daß es eine von einem absoluten Geist hervorgebrachte endliche Welt der erscheinenden Vielheit wirklich gibt; daß wir aber deren objektiv bestehende Grundstrukturen nicht zu erfassen vermögen, daß unser Erkenntnisvermögen nicht die Fähigkeit besitzt, diese Grundstrukturen zu erkennen und zu vegegenwärtigen.

Gründe für einen erkenntnistheoretischen Realismus.
Einer solchen antirealistischen, skeptizistischen Annahme widerspricht allerdings deutlich unsere gemeinsame alltägliche Wahrnehmung und Erfahrung von Wirklichkeit: Denn wir machen ständig die Erfahrung, daß unsere Sinneswahrnehmungen zumindest im Wesentlichen übereinstimmen, und zwar aufgrund der kategorial bestimmten Erfassung, Strukturierung und Auswertung unserer Sinneswahrnehmungsdaten durch unseren, d.h. den allgemeinen menschlichen Verstand, der in seinem epistemischen Bezug auf die Gehalte unserer Sinneswahrnehmungen diese nach festen Anschauungsmustern, kantisch formuliert: nach Schematismen organisiert bzw. konfiguriert. Für einen erkenntnistheoretischen Realismus spricht aber vor allem die Tatsache, daß wir die physikalischen Gesetze als in ihrem jeweiligen Bezugssystem nachweislich gültig einsehen und erkennnen können.” (Markus Enders)


(Unsere)”Realität” aber ist rein subjektiven Charakters, objektiv nur illusionär und eben nur aus der selben Welt der eigenen Welt-Existenz heraus erlebbar und überhaupt vorhanden. Außerhalb dieser Erlebbarkeit gibt es von ihr keinerlei Manifestation. Dies gilt also für das gesamte raumzeitliche Gefüge und all seinen Inhalten heute und zu jeder Vergangenheit und Zukunft. (Und zur Weltwerdung gereicht ein Abgriff, der aus dem Gehalt von Emanationssträngen artenspezifisch (genetisch) Wahrnehmung (=Welt) setzt. Der Schamane weiß um die Tatsache, daß der Abgriff variant ist und die Welt sich entsprechend dieses Abgriffs geriert. Dies ist seine Empirie- dies auch ist das ursächliche Charisma aller Offenbarung sowie der spirituellen Gemeinschaft und der darauf gründenden sozialen Hierarchisierung.
Welt ist dabei erst dort, wo Absprache ist, sie beginnt mit der Zwei (sonst bliebe sie nur im Subjekt, wäre als rein subjektiv nicht zu verifizieren als in der Subjektivität allein). Intersubjektiv wird sie mit jeder Steigerung verifizierbarer, wird so zur objektiven Sicht bildenden Anschauung: Je mehr das Gleiche erfahren, desto evidenter wird deren (sic!) Welt durch Besprechung und Durchmessung und Beschreibung. Es sind aber viele oder endlose Welten – und alle sind gleichberechtigtes Bild ab der Zwei, denn die Quantität der Perzipienten bestimmt nicht deren Evidenz, sondern lediglich die Absprache tut dies – und die beginnt eben dort, wo sie das Subjekt verläßt, um sich erstmals zu objektivieren. Auch die gültigen physikalischen Gesetze sind wohl als Teil dieser Abmachung zu bezeichnen, denn wenn der Mensch Natur bildet, dann bildet er auch Gesetze für die Gültigkeit der Welterwartungen. Gesetze, die aber vor dieser Mitsprache stehen, unterstreichen nicht die Gültigkeit unserer Weltabmachung, sondern die Objektivität einer allgemeingültigen Apriorie für endlose Welten oder für Welt überhaupt. Absprache heißt dabei keineswegs (nur) Rationalisierung, sondern – wie gerade beim Tier – jedes kongruente Erleben und so jede kongruente Seinsbildung.