Taittiriya-Upanisad: “Im Arundhati-Nyaya (Gleichnis vom Morgenstern) zeigt man zuerst auf einen großen Stern, dann auf einen kleineren in der Nähe und dann auf den kleinsten (auf den man eigentlich hinweisen will). Ähnlich führen die Lehren dieser valli (Bücher/Kapitel) den Geist vom Groben zum Feinen, vom Feinen zum noch Feineren bis schließlich zum Allerfeinsten, dem atman, dem Selbst, das von den genannten fünf Hüllen umschlossen ist.”
Zur Erläuterung die fünf Koshas:
- Annamaya Kosha (Nahrungshülle):
Die physische Hülle, unser Körper, die durch Nahrung, Wasser und Sauerstoff genährt wird. 2. Pranamaya Kosha (Lebenskraft-Hülle):
Die energetische Hülle, die für die Vitalität, den Atem und die Lebensenergie verantwortlich ist. - Manomaya Kosha (Geist-Hülle):
Die mentale Hülle, die mit den Gedanken, Emotionen und dem Gefühlsleben verbunden ist. 4. Vijnanamaya Kosha (Erkenntnis-Hülle):
Die intellektuelle Hülle, die für das Wissen, die Weisheit und das Verständnis steht. - Anandamaya Kosha (Glückseligkeits-Hülle):
Die spirituelle Hülle, die das Gefühl des Glücks, der Freude und der inneren Befriedigung repräsentiert.
In der umgekehrten Bewegung zur Stufenleiter zum Großen: Wie kann der Umschlag gelingen vom Quantum zum Nicht-Quantum, letztlich zum Unmateriellen, zum Geist? Dies kann ja nicht durch unendlich Quantitatives im/zum Großen wie im/zum Kleinen erreicht werden, denn so bliebe es ja doch immer Quantum.
Dies Problem könnte eher folgend behandelt werden, indem man sagt. Alles ist Geist, es braucht keinen Umschlag, denn der Umschlag zum Materiellen wäre lediglich illusionär, da in der ontisch herabreduzierenden Perzeption, man kann auch sagen: Quantum wie Materie ist nicht. Hiesiges Existent-Sein ist lediglich sensorische Hervorwölbung eines Emanationsstranges vorhandener Informationsfülle, die Verwirklichung dessen findet wiederum Grund und Verortung in einer apriorischen Intention. Daher auch soll man dorthin schauen nach der Anlage und sie bedenken und ihr nachgehen zum Subtilsten im Hiesigen – hin zur Wesenheit und Reinheit eben dieser Apriorie. Dort ist die eigentliche existentielle Verortung des Selbst in ontisch höherrangiger Seinsheit, Explikation aber meint deren Minderung. Minderung der Minderung dann ist Auslassung des Groben, die Entmantelung der Wesenhaftigkeit der Existenz zur Essenz des Seins. Man kann auch sagen: Das Quantum repräsentiert sensorische Absprachen einer Aspekthaftigkeit und ist dem Wesen nach Ergebnis, während das apriorisch-Psychische Eigenbestand und Initiativmöglichkeit aufweist. Volkmann-Schluck über den Neuplatonismus Plotins: “Der Nous, der die Ideen denkt, ist die Manifestation der unverminderten Ursprungskraft, der selbst durch keine Beziehung beschränkt, im Nous als die unbegrenzte Fülle der geistigen Gestalten sichtbar wird.”